Home Meisterschaft Bundesliga B Mitte Straßenbahn schafft den Klassenerhalt in der Bundesliga Mitte
Straßenbahn schafft den Klassenerhalt in der Bundesliga Mitte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hugo Teuschler   
Sonntag, 06. April 2014 um 07:48 Uhr

3 dramatische Schlussrunden beendeten die 2.Bundesliga Mitte - Saison 2013/14 in Steyregg. Wobei der zunächst noch offene Titelkampf etwas weniger spannend war. Tabellenführer Grieskirchen erlaubte sich zwar zunächst zwar ein 3:3 Remis gegen Gleisdorf, sodass Verfolger Fürstenfeld nach einem Sieg gegen Maria Saal nur mehr 2 Punkte Rückstand und das direkte Duell noch vor sich hatte. Doch das direkte Duell war mit 4:2 eine klare Angelegenheit für den Tabellenführer aus Oberösterreich und so sicherte sich Grieskirchen/Bad Schallerbach bereits eine Runde vor Schluss den Meistertitel und den Aufstieg in die Bundesliga. Herzliche Gratulation zu dieser starken Leistung.

Der Abstiegskampf verlief bis zur letzten Runde äußerst spannend. Unsere Mannschaft schlug am Freitag Freistadt erwartungs- und pflichtgemäß klar mit 5:1. Dennoch reichte es nach wie vor nur für Platz 10, da Austria und Steyregg, die beiden mutmaßlich in den Abstiegskampf verwickelten Vereine, die an diesem Wochenende die schwerste Auslosung hatten, sich 3:3 trennten und damit knapp vor unserer Mannschaft blieben. Aufgrund der Niederlage gegen Fürstenfeld steckte nun aber auch Maria Saal tief im Abstiegskampf, ebenso wie die beiden oberösterreichischen Vereine, Sauwald und St. Valentin.

Am Samstag spielte unsere Mannschaft gegen St. Valentin, das einen Matchpunkt mehr als unser Team hatte. Unsere Mannschaft spielte und kämpfte sehr gut und schaffte schließlich dank eines Sieges von Ivan Pesorda bei 5 Remisen einen knappen 3,5:2,5 Sieg gegen St. Valentin und verließ erstmals seit langer Zeit die unmittelbare Abstiegszone. Allerdings herrschte beim Verlierer St. Valentin keine große Trauer, denn in der Schlussrunde wartete der Tabellenvorletzte Feffernitz. Alles andere als ein klarer Sieg von St. Valentin wäre eine "Schachwunder'" und St. Valentin hatte aufgrund der Auslosung der anderen Teams mit diesen 2 Matchpunkten den Klassenerhalt auch theoretisch sicher. Für den Abstiegskampf entscheidend war das Duell Maria Saal gegen Austria, 2 Teams die etwas unerwartet ganz tief in diesen Kampf verwickelt waren. Maria Saal gewann diesen Wettkampf mit 5:1 und sicherte sich so den Klassenerhalt. Austria hingegen rutschte nun hinter unsere Mannschaft auf Platz 9 zurück, Straßenbahn und Austria hatten je 10 MP, unser Team hatte einen Brettpunkt mehr. Austria musste in der Schlussrunde gegen den Meister Grieskirchen antreten und hoffte natürlich auf eine ausgiebige Meisterfeier der Spieler am Vorabend.

Für den Abstiegskampf von Bedeutung war auch das Spiel Sauwald gegen Styria, das Styria 4:2 gewinnen konnte. Sauwald hatte auch 10 MP, aber mehr Brettpunkte als Straßenbahn und Austria und lag daher vor der letzten Runde auf Rang 7. Außerdem hatte Sauwald die oberösterreichische Landesliga gewonnen und wäre auch auf diesem Wege in der nächsten Saison in der Bundesliga Mitte vertreten gewesen.

Die entscheidenden Partien der letzten Runde lauteten also: Straßenbahn (10 MP) - Sauwald (10 MP), Austria (10 MP) - Grieskirchen und St. Valentin (9 MP) - Feffernitz. Wer gedacht hatte, dass sich die oberösterreichischen Vereine in der letzten Runde "nobel" zurückhalten (immerhin war Grieskirchen schon fix Meister und die übrigen OÖ-Vereine (außer Fixabsteiger Freistadt) hatten das Ticket der nächsten Bundesliga-Saison auch schon fix in der Tasche), wurde eines Besseren belehrt. So trat z.B. Sauwald in der letzten Runde praktisch unverändert an, obwohl die halbe Sauwalder Mannschaft auch gleichzeitig in Bayern für Passau um den Meistertitel spielen hätte können (Anmerkung: Passau spielte übrigens nur unentschieden und wurde wegen eines halben Brettpunktes noch auf Rang 2 verdrängt!). Daher wurde es ein sehr knappes Match zwischen Straßenbahn und Sauwald, welches Sauwald knapp 3,5:2,5 gewinnen konnte. Nun war unsere Mannschaft auf fremde Hilfe angewiesen, die von Grieskirchen kam, denn Grieskirchen fertigte Austria Graz gleich 5:1 ab und schickte Austria damit in die Landesliga.

Unsere Mannschaft darf aber dennoch stolz auf die Leistung sein. Das Sextett Mohr, Supancic, Krebs, Pesorda, Steiner und Detter holte am letzten Wochenende 4 von 6 möglichen Mannschaftspunkten und schaffte damit den Klassenerhalt (Rang 9 mit 10 MP und 33 Brerttpunkten, 2,5 Punkte vor Austria Graz). Besonders großen Anteil am Klassenerhalt in dieser Saison hatte Stefan Steiner, der 7,5 Punkte aus 9 Partien holte (Eloperformance von 2411!), die Gratulation des Vereins gilt aber allen in der Bundesliga-Mannschaft eingesetzten Spielern (Rabiega, Mohr, Supancic, Krebs, Steiner, Pesorda, Detter, Teuschler und Kainz).

Den Titel in der 2. Bundesliga Mitte holte sich wie berichtet Grieskirchen/Bad Schallerbach mit 20 MP vor Styria Graz (15) und Fürstenfeld (14). Wie hart und eng die Bundesliga heuer umkämpft war, zeigt gut das Beispiel von Maria Saal. In der vorletzen Runde spielte Maria Saal gegen Austria noch um den Abstieg, nach 2 Siegen in den letzten beiden Runden bendete Maria Saal die Meisterschaft auf Rang 4 (13MP). Absteigen müssen Austria Graz (10 MP), Feffernitz und Freistadt (je 1 MP).

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. April 2014 um 20:36 Uhr