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Straßenbahn in der Bundesliga Mitte weiter auf einem Abstiegsplatz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hugo Teuschler   
Dienstag, 25. März 2014 um 18:04 Uhr

Obwohl unsere Mannschaft erstmals in der laufenden Bundesliga-Saison in Bestbesetzung (Rabiega, Mohr, Supancic, Krebs, Pesorda und Steiner) antreten konnte, liegt sie auch nach 8 von 11 Runden weiter nur auf Platz 10 von 12 Mannschaften und damit auf einem Abstiegsplatz. Hauptverantwortlich dafür ist das fehlende Quentchen Glück, das sich in St. Veit an der Glan nicht so recht einstellen wollte. Daher reichte es in den 3 Matches letztlich auch nur zu 3 Matchpunkten. Im ersten Spiel gegen Tabellenführer Grieskirchen/Schallerbach hatten wir ja noch Glück im Unglück. Unsere Mannschaft traf auf einen sehr stark aufgestellten Gegner, der Kampf verlief auch sehr ausgeglichen. Auf unserer Seite erreichte Stefan Steiner gegen Obermayer eine deutlich bessere Stellung, die er mit viel Übersicht und Geduld zu einem nie gefährdeten Erfolg führte, sodass unser Team in Führung ging. Mittlerweile hatten Rabiega gegen Haba und Mohr gegen Kilgus remisiert. Krebs stand besser, Supancic und Pesorda hatten etwas schlechtere Stellungen zu spielen. Dann übersah Krebs einen Zug seines Gegners, Lentrodt, und musste sich mit Remis zufrieden geben. Supancic verteidigte sich gegen Schwabeneder lange Zeit sehr gut, um dann in Zeitnot einen "vergifteten" Bauern zu schlagen, wonach der Verlust nicht mehr zu verhindern war. Nun lag es an Pesorda, doch noch das Remis zu erreichen. Pesorda hatte sich sehr erfinderisch verteidigt und wurde am Ende doch dafür belohnt, da sein Gegner einen kreativen Gewinnplan nicht kannte und sich mit Remis begnügte. Dieses 3:3 Remis war also insgesamt in Ordnung, beide Teams hatten Chancen auf den Sieg, die jeweils nicht genützt wurden.

In der zweiten Runde trafen wir auf Maria Saal, einen direkten Tabellennachbarn. Die Maria Saaler waren elomäßig noch stärker aufgestellt, als der vorige Gegner. Dennoch hatten wir in 5 Partien die etwas besseren Chancen (Steiner remisierte rasch gegen Ertl). Aber 4 dieser Partien endeten remis und die 5. Partie, Halvax gegen Krebs, endete sogar mit einem Sieg für die Kärntner, obwohl Krebs seinen Gegner komplett überspielt hatte und lange Zeit eine Gewinnstellung hatte. Aber leider fand Krebs nicht den richtigen Gewinnplan, um dann in bester Kampfabsicht seine Stellung sogar noch so zu überziehen, dass sein Gegner dann mit sehr starkem Spiel sogar den ganzen Punkt holte. Leider hatte auch Darko Supancic den Gewinnzug in seiner Partie gegen Handler nicht gesehen, sodass die 2,5:3,5 Niederlage besiegelt war.

In der dritten Runde in St. Veit zeigte unsere Mannschaft aber große Moral. Trotz der sehr unglücklichen Niederlage am Vortag, kämpfte unser Team gegen Steyregg wieder über 5 Stunden um den Sieg und wurde diesmal auch belohnt. Obwohl am Spitzenbrett Robert Rabiega nach einem taktischen Überseher die Partie verlor, konnten Stefan Steiner und Hans Krebs ihre Partien gewinnen. Besonders für Krebs war dieser Erfolg wichtig, da er ja eigentlich in allen 3 Partien Gewinnstellungen hatte. Dennoch war auch hier Zittern angesagt, den Georg Mohr musste lange gegen den jungen Tschechen Jan Priborsky ("nur" 2357 Elo) kämpfen, um das Remis sicherzustellen.

Bester Straßenbahner an diesem Wochenende war Stefan Steiner mit 2,5 aus 3 Partien. Alle Spieler zeigten tolles Schach und großen Einsatz. Da aber auch die Gegner sehr stark sind (und wie gesagt, uns das Glück nicht wirklich hold war) liegt unser Team mit 6 Matchpunkten weiter nur auf Rang 10 und hat 2 Matchpunkte Rückstand auf Sauwald, St. Valentin und Steyregg, 3 Matchpunkte auf Maria Saal und und Austria Graz. Diese Mannschaften sind theoretisch noch in Reichweite, bei einem optimalen Schlusswochenende in Steyregg könnte sich der Klassenerhalt vielleicht noch ausgehen, immerhin spielen wir gegen Freistadt, Sauwald und St. Valentin.

An der Spitze ist Grieskirchen mit 13 Matchpunkten und 3 MP Vorsprung auf Fürstenfeld und 4 MP auf Styria fast schon "durch", muss allerdings in den letzten Runden noch genau gegen diese beiden Verfolger und gegen Austria Graz antreten. Für Spannung ist also auch am Schlusswochenende gesorgt.

Meister in der 1. Bundesliga wurde übrigens Hohenems mit 19 MP vor Jenbach mit 16 MP und Wulkaprodersdorf (15). Absteigen müssen Baden (5 MP), Ansfelden (3) und Tschaturanga Wien (2). Die Spielbedingungen in St. Veit waren wie immer ausgezeichnet.