Home Meisterschaft Bundesliga B Mitte Überraschender Sieg gegen Austria Graz in der Bundesliga Mitte
Überraschender Sieg gegen Austria Graz in der Bundesliga Mitte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hugo Teuschler   
Dienstag, 27. November 2012 um 08:32 Uhr

In den Runden 4 und 5 der 2. Bundesliga Mitte in Gleisdorf musste unsere Mannschaft diesmal gänzlich ohne Legionäre antreten. Angesichts der starken Gegner (Gleisdorf und Austria Graz) hofften nur "unverbesserliche Optimisten" auf einen Mannschaftspunkt. Gegen Gleisdorf in der 4. Runde war unser Team auch chancenlos, wenn auch die 1:5 Niederlage etwas zu hoch ausfielen. Immerhin konnten Johann Krebs auf Brett 1 und Peter Detter ihre Partien remisieren.

Nicht höher waren unsere Chancen in der 5. Runde gegen Austria Graz, zumal Austria am Vortag gegen die mit 5 (!) IM angetretenen Styrianer nur sehr knapp (und sehr unglücklich) mit 2,5:3,5 verloren hatte. Im Schnitt hatte unser Team auf jedem Brett um 130 Elo-Punkte weniger als die Austria. Doch die Partien begannen nicht so schlecht für uns und nach ca. 3 Stunden schien ein Mannschaftsremis im Bereich des Möglichen. Der Verfasser dieser Zeilen hatte gegen Gernot Spindelböck gerade eine etwas heikle Eröffnungsphase überstanden (in der Spindelböck eine Chance auf einen Bauerngewinn ausließ) und konnte mit Fortdauer der Partie etwas Vorteil erreichen und diesen im Endspiel sogar zur überraschenden Führung verwerten. Barbara Schink musste gegen den sehr stark spielenden Kurt Fahrner antreten. Sie kam mit Schwarz schlechter aus der Eröffnung, konnte aber nach einem Fehler Fahrners in ein nur etwas schlechteres Endspiel abwickeln, das Kurt Fahrner aber doch gewinnen konnte. Mittlerweile hatten Johann Krebs gegen Christoph Karner und Peter Detter gegen Herbert Schrittwieser ihre Schwarz-Partien sicher in den Remishafen führen. Somit waren aus unserer Sicht noch 2 Weiß-Partien im Gange. Stefan Steiner hatte ein Endspiel mit ungleichen Läufern auf dem Brett. Durch geschicktes Spiel schaffte er es tatsächlich seinen Mehrbauern zum Sieg zu verwerten und sicherte uns somit schon mal das Mannschaftsremis. Josef Kainz spielte gegen Thomas Pfaffel die längste Partie (6 Stunden!). Kainz gewann in der Eröffnung die Qualität, stand schon klar auf Gewinn um dann durch einige ungenaue Züge vor der Zeitkontrolle in eine völlig unklare Stellung zu geraten. Nachdem Kainz alle Gefahren überstanden hatte, selbst Matt zu werden, versuchte er mit Dame und Turm gegen Dame und Springer (und jeweils einige Bauern) noch zu gewinnen, was aber dann doch nicht gelang. Endstand also 3,5:2,5 für unsere Mannschaft. Nebenan trennten sich Gleisdorf und Styria 3:3, wobei Fred Wegerer IM Rogulj bezwingen konnte. Pikant war auch das Duell Watzka gegen Wittmann, aber die beiden jahrelangen Merkur Graz – Mannschaftskollegen trennten sich bald mit Dauerschach und Remis.

Ähnlich überraschend wie unser Erfolg gegen Austria Graz war auch der Sieg der ebenfalls stark abstiegsgefährdeten Klagenfurter gegen den Titelfavoriten Wolfsberg. Wolfsberg war – wohl aufgrund von Terminüberschneidungen – nur mit einem kroatischen Legionär angetreten. Gegen Fürstenfeld hatte das noch zu einem knappen 3,5:2,5 Sieg gereicht (trotz eines Sieges von IM Florian Pötz gegen GM Jovanovic), gegen Klagenfurt gab es dann aber eine 2,5:3,5 Niederlage und damit einen Rückschlag für die Aufstiegshoffnungen der Wolfsberger. Sie haben es zwar noch immer selbst in der Hand Meister zu werden, ein zweiter Ausrutscher darf ihnen aber nicht passieren, sonst geht die „unendliche Geschichte“ von den zu favorisierenden Wolfsbergern, die aber alljährlich scheitern, weiter.

Derzeit führen in der Tabelle Gleisdorf und Grieskirchen mit 9 Matchpunkten aus 5 Runden vor Wolfsberg und Maria Saal (2,5:3,5 Niederlage gegen Fürstenfeld) mit je 8 Punkten. Dahinter liegen Fürstenfeld, Sauwald und Styria Graz mit je 5 Matchpunkten. Bei diesen Mannschaften beginnt schon der „erweiterte Abstiegskampf“, denn auch diese Vereine sind noch nicht aller Abstiegssorgen ledig, wenngleich vor allem Fürstenfeld und Styria Graz die schwersten Gegner bereits hinter sich haben. Auf den weiteren Rängen regiert dann schon das Abstiegsgespenst, Austria Graz und Klagenfurt (je 3 MP), St. Valentin und Straßenbahn Graz (je 2 MP) und Steyregg (1 MP) sind schon etwas abgeschlagen.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 28. November 2012 um 17:40 Uhr